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Frühgeburt: Medikament zur Vorsorge


Erstes Präparat in den USA zugelassen


Frauen mit einem erhöhten Risiko für eine Frühgeburt haben künftig die Chance, dieser Gefahr medikamentös vorzubeugen. Zumindest in den USA. Dort hat die staatliche Arzneimittelbehörde erstmals ein Präparat zur Frühgeburt-Vorsorge zugelassen.

Viele Gründe für Frühgeburt

Kommen Kinder zwischen der 24. und 36. Schwangerschaftswoche zur Welt, sprechen Ärzte von einer Frühgeburt. Ob die winzigen Babys überleben, hängt vor allem von ihrer Lunge ab. Je besser diese ausgereift ist, umso besser stehen die Chancen. Ist die Lunge noch nicht genügend entwickelt, greifen Ärzte medikamentös ein. Obwohl so heutzutage viele Frühchen durchkommen, besteht noch immer die Gefahr für Spätschäden.

Frühgeburten haben verschiedene Ursachen. Häufig lösen vorzeitige Wehen oder ein vorzeitiger Blasensprung Frühgeburten aus. Andere Gründe sind eine mangelnde Sauerstoff- und Nährstoffversorgung durch die Plazenta oder ein schwacher Muttermund. Außerdem haben Mediziner zwei weitere Faktoren identifiziert, die das Risiko einer Frühgeburt erhöhen: Parodontitis in der Schwangerschaft und eine familiäre Vorgeschichte.

Weniger Frühgeburten und gesunde Kinder

Das neue Präparat mit dem Hormonwirkstoff Hydroxy-Progesteron ist vor allem für Risikopatientinnen gedacht. Also für Frauen, die bereits Frühgeburten erlitten haben oder familiär vorbelastet sind. Sie bekommen einmal in der Woche eine Injektion in den Muskel. Diese Behandlung beginnt ab der 16. bis 20. Schwangerschaftswoche und endet nach der 37.

Wie Zulassungsstudien belegen, verringert diese Hormontherapie die Zahl der Frühgeburten um fast 20 Prozent. Auch Folgeschäden bei den Kindern sind nicht zu befürchten. Zumindest haben sich alle Kinder der behandelten Mütter im Alter von zwei bis fünf Jahren bisher normal entwickelt. Eine von der Arzneimittelbehörde angeordnete Studie soll diesen Befund nun umfassend prüfen. 


10.02.2011 | Von: Redaktion apotheken.de; Dr. nat. med. Anke Kopacek


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